Labore für alle – Kreativität und High-Tech zum Anfassen

Show notes

In dieser Folge berichten Miriam Drazek und René König über Formate wie „Create & Connect“, die Hochschullabore für Bürger*innen aller Altersgruppen öffnen. Auch für regionale Unternehmen öffnen sie Labore, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.

Zu den Personen: Miriam Drazek und René König sind wissenschaftliche Mitarbeitende im Projekt TransRegINT. Sie engagieren sich für die Öffnung der Laborlandschaft der Hochschule Rhein-Waal und die Vernetzung mit Zivilgesellschaft und regionalen Unternehmen.

--- English Version ---

In this episode, Miriam Drazek and René König discuss formats such as "Create & Connect," which open up university laboratories to citizens of all ages. They also make these labs accessible to regional businesses to collaboratively develop innovative solutions. Profile: Miriam Drazek and René König are research associates in the TransRegINT project. They are dedicated to opening up the laboratory landscape at Rhine-Waal University of Applied Sciences and fostering connections with civil society and regional companies.

Show transcript

00:00:02: Herzlich Willkommen bei HAUTO Hochschule,

00:00:02: dem Podcast der

00:00:03: Hochschulereinwahl.

00:00:05: In dieser Reihe dreht sich alles um Veränderung in Gesellschaft Wissenschaft und Wirtschaft.

00:00:10: ich spreche mit Menschen aus der HochSchule die mit ihrer Arbeit Brücken

00:00:13: bauen neue Perspektiven beleuchten

00:00:15: und konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln.

00:00:19: Ich möchte herausfinden wie Veränderungen gelingen kann interdisziplinär

00:00:24: praxisnah und mit dem klaren

00:00:25: Ziel einen

00:00:26: positiven

00:00:26: Wandel in Gesellschaft und Umwelt zu

00:00:28: gestalten.

00:00:29: Viel Spaß beim

00:00:30: Zuhören.

00:00:31: Ich freue mich, für das heutige Interview gleich zwei Kolleginnen begrüßen zu dürfen Miriam Drazec und René König.

00:00:38: Hallo ihr beiden!

00:00:39: Hallo Hannah!

00:00:40: Hi Hannah!

00:00:41: Miriam und Renée sind wissenschaftliche Mitarbeitende an der Hochschulereinwahl im Projekt Transregint Im Rahmen dessen sie für das Thema Laborlandschaften zuständig sind.

00:00:51: Könnt ihr uns zum Einstieg in unser Gespräch einen kurzen Einblick dazu geben, womit ihr euch in eurer Arbeit rund um das Thema Laborlandschaften konkret beschäftigt und was hinter diesem Begriff steckt?

00:01:02: Also grundsätzlich geht es dabei darum wie der Begriff ja auch schon sagt dass wir eine Landschaft von Laboren erstellen wollen.

00:01:11: Das heißt es geht darum dass die Labore eben nicht mehr für sich stehen sollen sondern Eine zusammenhängende Landschaft sozusagen bilden sollen und dafür müssen sie unter anderem geöffnet werden.

00:01:22: Was das genau bedeutet, werden wir heute sicherlich noch spezifizieren

00:01:26: Genau!

00:01:27: Und es geht auch um besonderen darum die Labore und was in den Laboren passiert für die Gesellschaft und Wirtschaft niederschwellig erreichbar und sichtbar zu machen.

00:01:36: Danke schön.

00:01:37: Was hat denn euer Interesse ursprünglich daran geweckt, laborisch stärker zu öffnen und sowohl innerhalb der Hochschule als auch in der Bevölkerung breiter zugänglich zu machen?

00:01:46: Also ich habe mich in meinen Tätigkeiten immer schon sehr damit beschäftigt wie Forschung und Wissenschaft in den Anwendungsbereich kommen können, wie beide miteinander agieren können und auch voneinander profitieren können.

00:01:58: eben das Synergien entstehen Projekt und auch in dem Teilprojekt, dass es eine schöne Möglichkeit ist das noch zu vertiefen.

00:02:06: Ja und ich habe mich immer interessiert für die Wechselwirkung zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und verschiedenen Stakeholders.

00:02:14: Und früher so theoretisch habe ich zum Beispiel Wissenschaftssoziologie studiert wo es um solche Fragen ging und habe lange in der Technik Folgenabschätzung gearbeitet wo es dann auch zum Beispiel um Politikberatungen geht usw.

00:02:30: Das war einmal auf einer sehr abstrakten Ebene und ich hatte mich auch mal dafür interessiert wie kommt man denn mehr so hands-on dahinten auch konkret um die Fragen, wie bringe ich die denn jetzt konkret zusammen?

00:02:42: Was bedeutet das denn jetzt?

00:02:43: Ich denke auch dass man nur gemeinsam Herausforderungen begegnen kann und dann eben noch daran arbeiten

00:02:48: können.

00:02:48: Jetzt habt ihr ja auch schon die Gesellschaft angesprochen und eben die Labore für die Gesellschaft zu öffnen.

00:02:54: Welche Verbindung seht ihr denn zwischen der Eröffnung von Laboren und dem Thema gesellschaftlicher Veränderungsprozesse?

00:03:01: Also vielleicht muss man sowieso erstmal einleitend sagen Das klingt jetzt erstmal so einfach.

00:03:07: Acht machen wir die Labore mal auf, Tür auf, Leute kommen rein aber damit ist es natürlich nicht getan.

00:03:14: also in manchen Fällen geht das schon gar nicht weil's da Sicherheitsbedenken gibt, gibt's auch Auflagen dann darf gar nicht jeder einfach so rein und raus und natürlich müssen auch irgendwie Angebote geschaffen werden zum Beispiel warum ein konkrete Anlässe geschaffen wären?

00:03:30: Warum soll man denn jetzt in dieses Labor gehen oder nicht?

00:03:33: Und entsprechend steckt da immer sehr viel mehr dahinter, um eben auch transformierend nachher wirken zu können und Labore auch effektiv öffnen zu können.

00:03:44: Inwiefern können denn offene Laborlandschaften aus eurer Sicht dazu beitragen, wie wir als Gesellschaft lernen arbeiten oder eben auch Innovationen gestalten?

00:03:54: Ich denke es ist wichtig dass die verschiedenen Stakeholder in der Gesellschaft Wirtschaft und in der Hochschule eben nicht parallel ineinander vorbeiarbeiten.

00:04:02: Es gibt Themen die uns alle beschäftigen Herausforderungen die uns allen in Zukunft begegnen und wenn jeder so seine isolierte Lösung dazu schafft und man eineinander vorbei arbeitet kann man glaube ich nicht das Potenzial herausholen, dass man eigentlich schaffen könnte wenn man gemeinsam an den Themen arbeitet.

00:04:18: Ich glaube das ist so der Faktor, der es immer wieder verbindet, dass wir mit verschiedenen Perspektiven gemeinsam an verschiedenen Themen und Herausforderungen arbeiten.

00:04:26: Kann ich nur unterstreichen?

00:04:27: Wenn ihr sagt Labore öffnen was bedeutet das denn konkret in eurem Arbeitsalltag?

00:04:32: René du hast ja auch gerade schon ein paar Hürden angesprochen.

00:04:35: Wir haben im Endeffekt gesagt, da steckt ja vielleicht auch manchmal viel mehr dahinter als was man eigentlich sieht.

00:04:42: Ja völlig richtig!

00:04:43: Also ich meine das fängt ja schon dabei an dass überhaupt darauf aufmerksam gemacht wird.

00:04:48: Was gibt es überhaupt für Labore?

00:04:50: Vielleicht eine kleine Anekdote dazu.

00:04:52: Wir haben ganz am Anfang einen Unternehmensamt organisiert und haben dann bei der Erstzeit drei Wochen ungefähr bei der Arbeit waren.

00:05:02: Haben wir dann so aus der Not herausgesagt, was sollen wir denn da anbieten?

00:05:06: gucken wir doch mal selber auf die Homepages-Gipsen überhaupt für Labor und zeigen das doch mal auf diesem Unternehmensabend.

00:05:11: Und haben das natürlich erst einmal für extrem banal gehalten, was es im Grunde auch war?

00:05:16: Haben dann aber tatsächlich von diversen Unternehmerinnen dann die Antwort bekommen, dass wir ja echt hilfreich und superspannbar zu sehen, was ist eigentlich so viel Labor an der Hochschule gibt.

00:05:28: Das vielleicht als Beispiel, das als erste Hürde um das überhaupt darauf aufmerksam zu machen... auch schon können wir uns alle vorstellen.

00:05:38: Wir leben in Zeiten der begrenzten Aufmerksamkeitsökonomie, alle haben nur begrenzt Zeit um uns Inhalte anzuschauen.

00:05:46: und warum sollen wir uns jetzt unbedingt gerade mit Hochschulaboren beschäftigen?

00:05:50: Da braucht man eben Anlässe schaffen.

00:05:53: und ja das ist vielleicht erst die Hürde.

00:05:54: Ja, Sichtbarkeit ist ein ganz wichtiges Thema auf verschiedensten Ebenen.

00:05:58: Da stimme ich die ganz zu... Dass es wirklich... Also Sichtbarkeit einmal über Online-Media und Social Media ist ganz wichtig, dass man immer wieder... Wir haben das Format gemeinsam mit dem Interaktionshub bei uns aus dem Projekt, haben wir das Formate Laborfunk ins Leben gerufen wo eben immer wieder kleine Geschichten aus unterschiedlichen Laboren gezeigt werden um zu zeigen was auch passiert weil wir haben regelmäßig Kontakt mit den Laboren und erleben was dort passiert und wie viel da auch teilweise los ist was man von außen gar nicht mitbekommt Und von daher war es eine Art Format, mit dem wir die Möglichkeit haben eben diese Geschichten sichtbar zu machen.

00:06:32: Ja ich denke das ist ein Thema und genauso wie du sagtest sind es in Veranstaltungen.

00:06:35: man muss Anlässe schaffen, man muss Menschen zusammenbringen indem man zeigen kann was passiert.

00:06:40: Ja und vielleicht noch einen kleinen Ergänzung zu diesem Format Laborfunk.

00:06:45: Das waren so ein Andigen weil wir relativ schnell bei der Arbeit auch gemerkt haben Man kann natürlich sich jetzt informieren meinetwegen so eine Labor-Website oder man schaut sich an, was wird denn in dem und den Projekt gemacht?

00:06:55: Dann kann man auf einer Projektwebsite zum Beispiel gehen.

00:06:58: Aber das spiegelt nicht wirklich in der Komplexität und auch in dem wie es interessant ist wieder, was da eigentlich alles anspannende Arbeit passiert.

00:07:06: Was sind das für Leute?

00:07:07: Was machen die da genau eigentlich?

00:07:10: Wie sieht dann ein Arbeitsalltag von Forschenden aus?

00:07:14: Was kann man überhaupt in den Laboren de facto machen?

00:07:17: Und das ist eben ein Versuch uns von verschiedenen das auch sichtbar

00:07:23: zu machen.

00:07:24: Ihr habt ja schon davon gesprochen, dass man Angebote schaffen muss.

00:07:28: Das heißt die Labore einfach nur zu öffnen ist ein wichtiger Schritt aber es ist natürlich nur ein erster Schritt.

00:07:34: was würde dir sagen?

00:07:35: welche Rolle spielen Workshops und Veranstaltungen beispielsweise für Wirtschaft und Gesellschaft in eurem Projekt?

00:07:42: Eine ganz wichtige!

00:07:44: Also da muss ich gar nicht lange überlegen.

00:07:45: Das ist ganz, ganz wichtig dass man entweder zu bestimmten Themen oder anderen anlassen oder das man Labor verstellen will oder wie auch immer Gelegenheiten gibt sich zutreffen auszutauschen die Hochschule von dieser Seite kennen zu lernen aber wir eben auch Steak oder Ausgesellschaft und Wirtschaft kennenlernen können.

00:08:05: Workshop sind ganz wichtig damit man gemeinsam an diesen Themen arbeiten kann damit wie vorhin bereits erwähnt in diese verschiedenen Perspektiven zusammenkommen können davon eben schöpfen kann.

00:08:14: Also jeder, wirklich jeder der dabei ist.

00:08:17: also ich glaube das ist ein ganz ganz wichtiges Thema weil es immer auch die Menschen gibt die das verbinden.

00:08:22: das merken wir auch ganz stark bei uns bei unserer Arbeit dass das Netzwerk ein wesentlicher Faktor ist

00:08:28: genau natürlich Was der jetzt impliziert ist, dass man sich eben auch physisch trifft.

00:08:34: Also das ist etwas was man schwer online glaube ich darstellen kann.

00:08:38: natürlich kann man mal online meetings machen und so weiter machen wir ja auch viel aber nichts geht eben über diese tatsächlich treffen face to face wo man wirklich in austausch kommt wo dann auch Dinge passieren können die vielleicht gar nicht geplant sind, vielleicht kommen manchmal die Spanzen begegnet auch zustande oder beim Kaffee trinken.

00:08:57: Die man gar nicht so eingeplant hatte.

00:08:59: also diese Rückmeldung bekommen wir regelmäßig und das muss man glaube ich auch mal mitdenken.

00:09:05: es geht ja nicht nur um diesen reinen Zweck einer Veranstaltung sondern wirklich darum einen Forum für Begegnungen

00:09:12: zu schaffen.

00:09:13: was würde dir denn sagen wie erlebt ihr denn die Zusammenarbeit mit externen Partner in etwa aus der Wirtschaft oder Zivilgesellschaft?

00:09:20: gibt es da eher Ich sag mal, Zurückhaltung oder eben trefft ihr da auch auf viel Offenheit.

00:09:27: Wie ist das?

00:09:28: Wie nehmt ihr das wahr?

00:09:29: Also ich würde sagen beides auf jeden Fall.

00:09:32: Es ist auch immer die Frage so ein bisschen mit welchem Angebot man jetzt startet.

00:09:37: Trifft das jetzt auf ein gutes Echo oder hat man vielleicht irgendwie ja das Thema so ein bißchen verviert?

00:09:44: was jetzt gerade alle reiht's dass es auch gar nicht immer so einfach vorhersehbar, zum Beispiel so ein Thema wie KI kann man jetzt auf der einen Seite denken ja das brennt total da wollen super viele Leute was zu wahrnehmen.

00:10:00: Auf der anderen Seite kann man sagen ja vielleicht ist es auch ein bisschen gerade deswegen schon so ein bisschen abgegrast und vielleicht sollte man nicht die x-te KI Veranstaltung noch anbieten.

00:10:10: Das ist sicherlich auch mal so ein bißchen trial and error und so gesehen da kann man Manchmal ist es total schwierig, aber genauso kriegen wir ja eben auch zurückgespiegelt.

00:10:22: Dass wir dann Rückmeldung bekommen wie das war jetzt der Total Super und das sollten wir öfter machen.

00:10:28: Und genau deswegen kann man das gar nicht so pauschal beantworten würde ich sagen oder mir?

00:10:32: Ja stimmt mich dazu.

00:10:33: also Ich würde auch sagen dass es unterschiedlich ist, aber ich glaube was man so als unterm Strich in der Summe sagen kann zu dem was du gesagt hast.

00:10:45: Ist das immer wenn wir vertieft in den Austausch gehen oder wenn eben die verschiedenen Stakeholder zusammenkommen und vertief den Austauch gehen dass mal ganz schnell Themen findet, wo man Gemeinsamkeiten sieht oder auch gemeinsame Themen die einen beschäftigen.

00:11:00: Über die man dann ganz schnell eben auf Verbindung knüpfen kann und eigentlich immer eine sehr gute Arbeitsatmosphäre entsteht und man sehr schnell eben ja ich sag mal schon in so einem Prozess gerät wo man merkt okay da passiert schon was, da geht es voran was ja für die Zukunft enorm wichtig ist und ich glaube das kann man schon festhalten dass uns das eigentlich noch nie Begegnet ist, dass es irgendwie stagniert ist oder das da nicht kein Feedback haben.

00:11:23: Sondern dass man immer auch manchmal über Umwege aber schon immer zu einer guten gemeinsamen Arbeit

00:11:29: kam

00:11:30: und das empfinde ich zum Beispiel als sehr bereichernd.

00:11:33: Da merkt man schon, dass man da an was gutem dran ist.

00:11:36: auf jeden Fall

00:11:37: Genau, jetzt viel ja gerade auch schon der Begriff KI einmal.

00:11:41: René du beschäftigst dich in letzter Zeit ja auch mit Themen wie digitalen Tools und KI im Kontext von eurer Arbeit?

00:11:49: Was würdest Du denn sagen?

00:11:50: welche Bedeutung hat der persönliche Kontakt im Vergleich zu digitalen tools oder auch KI gestützten Lösungen?

00:11:56: Und wo stoßen diese Möglichkeiten auch an Grenzen im Aufbau von Kooperationen?

00:12:02: Ja da muss man glaube ich immer genau hinkucken was will man eigentlich erreichen.

00:12:07: Ich hatte ja schon ausgeführt, warum es essentiell ist auch sich in Anführungsstrichen real weltlich zu treffen.

00:12:15: Das denke ich wird auch immer so bleiben.

00:12:17: also diese Ängste die dann manchmal oder vielleicht auch Hoffnungen für manche die dann eräußert werden nach dem Motto KI kann jetzt den Menschen ersetzen das sehe ich nicht.

00:12:26: aber gleichzeitig kannst eine sehr interessante Ergänzung sein.

00:12:30: wir müssen ja zum Beispiel ganz verschiedene Disziplin und Netzwerke im Auge behalten.

00:12:37: Und das können wir natürlich nicht in der fachlichen Detail-Tiefe, die da eigentlich gefordert wäre.

00:12:44: Vielleicht als Beispiel... Ich habe dann mal die Modulhandbücher unserer Hochschule in eine KI reingegeben, weil ich natürlich nicht alle Veranstaltungen, die bei uns an der Hochschulle angeboten werden, der Veranstaltung im Blick habe.

00:12:56: aber allein die gebe schon ne ziemlich breite Auskunft darüber was eigentlich ja nicht nur Breite sondern eben auch tiefer Auskunft darüber, was eigentlich an der Hochschule passiert und können mich dann auch weiterleiten zum Beispiel.

00:13:09: Da hat Lehrende XY einen Inhalt zu gemacht.

00:13:15: das kann ich durch diese KI nachvollziehen und im Endeffekt diese Person noch ansprechen.

00:13:20: insofern ist es eine Ergänzung zu dem menschlichen Kontakt.

00:13:25: sozusagen

00:13:26: Wenn wir mal einen Blick werfen auf eure bisherige Arbeit, auf die Projekte, die ihr schon umgesetzt habt.

00:13:31: Die Kooperationen, die Ihr schon aufgebaut habt, Angebote, die er geschaffen habt, könnt ihr denn ein konkretes Beispiel nennen wie erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann?

00:13:41: Etwa eure Kooperation mit AIVTEC.

00:13:43: Oh ja ich glaube AIVtec ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

00:13:48: Der Kontakt ist über das Z-Fit entstanden bei uns.

00:13:52: Wir sind quasi, es ist Unternehmen auf die Hochschule zugekommen und hat Kontakt zu Laboren speziell zu einem Robotiklabor gesucht.

00:14:01: Das ist der Kontakt ist dann zu uns geleitet worden und hat sich relativ schnell so aufgebaut, dass es eben jetzt eine Kooperation mit dem Unternehmen gibt.

00:14:10: Das Unternehmen hat ein Industrie-Roboterarm der aktuell bei uns im Labor steht damit Studierende da an interdisziplinären Projekten arbeiten können, an Abschlussarbeiten dort arbeiten können.

00:14:24: das ist eben mit in der Lehre auch bearbeitet wird dass wir eben auch weitere Kooperationsarbeit da durch das Unternehmen und entsprechend das Labor und die Mitarbeitenden dort haben.

00:14:35: Und es ist eigentlich ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Kooperationen funktionieren können wenn beide flexibel sind und dynamisch sind und eben gucken was sie aus den gegebenen Parametern machen können.

00:14:49: Da war zum Beispiel die Frage Wie machen wir das mit dem Arm?

00:14:51: Wenn der bei mir im Unternehmen steht und die Studierende daran arbeiten wollen?

00:14:54: Das Unternehmen ist das Wesel.

00:14:56: Kommen die dann zu mir nach Wesel?

00:14:58: Und zwar klar, dass es aufgrund der Situation der öffentlichen Verkehrsmittel nicht so einfach wird und es nur vereinzelte Besuche gibt.

00:15:06: Da war das Unternehmen bereit und hat gesagt wir können den Arm auch gerne hierhin stellen.

00:15:12: Eben einen Rahmenvertrag dafür und stellen dieses Gerät hier hin.

00:15:16: Die Studierenden können daran arbeiten, wir schauen es zwischendurch an und das ist eine sehr schöne Zusammenarbeit die man da beobachten kann.

00:15:23: Ja genau ich denke auch dass es ein sehr schönes Beispiel was sich vielleicht noch ergänzend sagen kann dazu ist Das ist jetzt so schnell erzählt Wie mir das gemacht hat, aber im Endeffekt hängt natürlich eine Menge dran.

00:15:37: Was bedeutet das z.B.

00:15:39: rechtlich wenn jetzt ein Unternehmen uns als Hochschule einen Roboter-Arm zur Verfügung stellt?

00:15:44: Wie kann man so was vertraglich regeln und so weiter... Versicherungsfragen usw.

00:15:51: bis zu technischen Details, da hängt ja recht viel dran und es waren viele Gesprächspingpong für nötig und wir konnten auch vier dann dem Professor Kai Essig der das Labor dort leitet, das Usability-Labor auch unter die Arme greifen nehmen würden, dass abgenommen haben.

00:16:12: Das zeigt ja auch wie komplex also schon alleine an dem Beispiel zeigt er sich wie komplekt so eine Kooperation ist und aber auch auf der anderen Seite welche Dynamiken oder eben Veränderungsprozesse auch entstehen können, eben aus solchen Kooperationen.

00:16:26: Ein weiteres Format mit dem insbesondere Du-Miriam dich seit einiger Zeit stärker befasst, ist das Format Create and Connect im Rahmen dessen Labore für Bürgerinnen geöffnet werden.

00:16:37: Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

00:16:39: Durchweg Tolle muss ich sagen!

00:16:41: Genau, Creative Connect ist ein Format das ich mit zwei Kolleginnen.

00:16:45: Mit Katrin Smolatic und Lena Virgo ins Leben gerufen habe die auf den Workshops der Young Creatives basieren.

00:16:52: Das ist meine Kollegin macht da schon seit längerem Workshop mit Jugendlichen für dem Freizeitbereich in Richtung Mitbildung, Kreativität Selbstwirksamkeit Und wir haben quasi dieses Konzept genommen und versucht wie können wir es eben noch weiter für weitere Zielgruppen öffnen?

00:17:08: Für andere Altersgruppen überlegen derzeit auch, wie man das eben übertragen kann.

00:17:12: Vielleicht auch in Richtung Wirtschaft und es ist einfach eine sehr... Also was mir bisher begegnet ist, dass es einfach sehr bereichernd ist wenn die Bürgerinnen die Workshops besuchen und Feedback da lassen Und man einfach merkt, es kommt wirklich an.

00:17:29: Sie haben mit verschiedenen, vielleicht zur Erklärung in dem Labor haben wir drei D-Drucker, Plotter, Laser Cutter verschiedenste Geräte die aber sehr niederschwellig bedienbar sind und Das Konzept ist eben, dass man quasi gar nicht richtig groß angeleitet wird.

00:17:48: Sondern dass man halt mit dem Machen auch lernt das Fragen und Fehler jederzeit erlaubt sind.

00:17:53: Und so auch Menschen die wenig Berührungspunkte bisher mit den Themen hatten da glaube ich relativ gut Zugang bekommen.

00:18:01: Es ist besonders schön diese kleinen Erfolgserlebnisse zu sehen, dass wenn man sieht okay das ist dieses große Labor mit den großen Mint-Themen darin und dann zu merken für die Person selber.

00:18:12: Ich kann mir das eigentlich ganz schnell öffnen und ich kann mich da richtig, ich werde langsam immer

00:18:17: besser.".

00:18:18: Und das ist einfach sehr schön zu beobachten und es natürlich wunderbar zu obachten im Sinne des Transfers und auch Transformationsgedanken.

00:18:29: Daran

00:18:30: arbeiten wir gerade um das Ziel, dass eben für möglichst viele Zielgruppen zu öffnenden und in verschiedenen Formen von Workshops umzusetzen

00:18:41: Sehr schön.

00:18:44: Das knüpft auch sehr gut an meine nächste Frage an, du bist gerade schon ein bisschen darauf eingegangen.

00:18:49: Gibt es denn für euch überraschende Effekte oder eben auch Learnings aus euren Aktivitäten zur Öffnung von Laboren?

00:18:56: Ich glaube das ist für mich ein grundlegendes Learning.

00:19:01: wie vielleicht auch schon ein Gespräch sich immer wieder gezeigt hat und rausgekommen ist, dass menschliche Beziehungen und das menschlichen Miteinander da einfach sehr wichtig ist.

00:19:09: Wir haben am Anfang hatten wir vielleicht noch so eine Idee von der Generallösung oder wie man eben Prozesse dahin gegen Verschlanken oder vereinfachen kann, dass man sie gut übertragen kann.

00:19:17: Und der Faktor, der eigentlich immer wieder, ich sag mal beständig bleibt, es eben ... Der Mensch!

00:19:25: Also dass es eben Personen braucht, die sich kümmern.

00:19:27: Sei's vorhin in der angesprochenen Kooperation mit AFV Tech, das da viele Gespräche nebenbei laufen.

00:19:32: Dass es eben nicht durch eine KI alleine regelbar ist.

00:19:36: Sei es in Workshops mit Bürgerinnen oder Personen aus der Wirtschaft.

00:19:41: Es brauchen immer Menschen, die sie sich kümmern und den Weg begleiten.

00:19:47: Das für mich das größte Learning!

00:19:50: Also was ich vorhin auch eingangs gesagt habe, dass das was jetzt erstmal einfach klingt.

00:19:55: Wir öffnen jetzt mal Labore, dass eben doch eine recht komplexe Tätigkeit im Engtefekt ist und man vielleicht sagen kann, dass wie vielleicht auch Transformation im ganzen Handarbeit ist sozusagen.

00:20:07: Man muss sehr individuell mal schauen auf die Menschen eingehen, auf die Situation der Menschen aber auch der Labore eingehen.

00:20:18: Was passt denn da, was passt nicht?

00:20:20: Weil das auch jeweils immer unterschiedlich ist.

00:20:22: und ja genau.

00:20:24: Ich glaube es ist auch... man lernt ja auch oder was auch Teil unseres Jobs ist, dass wir viel mit vielen Personen sprechen und auch genau zuhören und es oft auch darauf ankommt, dass man eben so kleine Punkte verbindet und Fäden knüpft und Verbindung knüpfe die man ja sag ich mal im Laufe der Monate und Jahre jetzt schon gesammelt hat, die dann manchmal vielleicht gar nicht für das Labor und die Personen, die darin arbeiten direkt sichtbar ist.

00:20:49: Weil ja alle in ihrem Arbeitsalltag ja doch dann sag ich mal auf ihren Raum begrenzt sind.

00:20:53: Und wir dann aber sehen hey, aber das wird total gut passen!

00:20:56: Dann wäre es für beide auch eine Synergie und vielleicht auch eine Erleichterung im Arbeitsallteil wenn man das verknüpft genauso wie eben nach draußen.

00:21:06: Das ist glaube ich ein sehr wichtiger Faktor dabei.

00:21:09: Ja, vielleicht noch als Ergänzung noch mal auf das KI-Thema zurückzubekommen.

00:21:15: Eine KI kann natürlich immer nur dort helfen, auf der Basis wo sie selber Daten zu hat und ganz viel von dem was unsere Arbeit betrifft hat eben nichts damit.

00:21:26: da gibt es keine Daten in dem Sinne zu.

00:21:28: ja dass ist dann wissen wie tickt denn Person X?

00:21:31: oder vielleicht auch Es kann auch mal sein, vielleicht mag Person X nicht Person Y so gerne.

00:21:38: Das wird die KI nicht wissen aber wir wissen das dann unter Umständen und entsprechend kann man feinfühlig auch seine Angebote organisieren.

00:21:46: Zum Abschluss unseres Gesprächs würde ich gerne noch einen Blick in die Zukunft werfen.

00:21:50: Was würdet ihr denn sagen?

00:21:51: Wo seht ihr das größte Veränderungspotenzial im Umgang mit Laboren an Hochschulen?

00:21:56: Ich

00:21:57: glaube es ist wichtig die Labore weiter zu öffnen.

00:21:59: Also wenn ich sehe, was manche Labore vielleicht aufgrund ihrer Thematik schon offener sind oder was sie vielleicht auch schon geöffnet haben und in den Austausch mit anderen Stakeholdern gegangen sind.

00:22:11: Ich glaube das ist ein wichtiger Faktor dass da wo es möglich ist?

00:22:14: Das ist mit Sicherheit nicht überall möglich allein aus Sicherheitsgründen oder aus technischen Gründen keine Frage jeder im Maße wie er kann aber ich glaube es wichtig dran zu bleiben, dass man wirklich offen bleibt Türen im sprichwörtlichen Sinne auch aufmacht und in den Austausch kommt.

00:22:28: Ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:22:30: Ja genau also du hast es ja gerade schon richtig angedeutet man muss glaub ich auch David da sehr genau von Einzelfall zu Einselfel anschauen.

00:22:38: was kann das denn jetzt bedeuten weil's da unter Umstand ja auch Zielkonflikte geben kann.

00:22:42: wenn ich zum Beispiel sage ich möchte dass Labor für ein Unternehmen öffnen dann hat das Unternehmen ja auch bestimmte Anforderungen, hat vielleicht Betriebsgeheimnisse, die gewahrt werden müssen.

00:22:55: Dann kann da gar nicht auch irgendwie das öffentliche Publikumsverkehr so einfach rein und rausgehen.

00:23:02: Und Dampf,

00:23:03: d.h.,

00:23:04: was das genau heißt, muss man dann im Einzelfall gucken und natürlich auch etwas durchführbar ist... Das ist natürlich auch eine Ressourcenfrage.

00:23:13: Da müssen dann Leute dafür da sein, die sich darum kümmern und das ist auch eine der Herausforderungen, die wir oft hören.

00:23:20: Wir haben einfach keine Leute dafür oder nicht ausreichende Leute dafür, die sie sich jetzt darum kümmern.

00:23:26: aber auch da würde ich mich völlig anschließen in ihrem Plädoyer für eine weitere Öffnung dass gerade in Zeiten von Knapper werdenden Ressourcen, haltigst für sehr sinnvoll zu gucken.

00:23:41: Wie können wir denn neue Synergien bilden?

00:23:45: Durch eben öffnen durch gemeinsame Interaktion um gemeinsam in einem Strang zu ziehen und so auch mehr reichen zu

00:23:52: können.

00:23:53: Ja, danke schön.

00:23:54: Also vielen Dank euch beide für die abschließenden Worte und auch die Impulse und dafür dass ihr uns einen Einblick in eure Arbeit bei uns an der Hochschule gegeben habt!

00:24:03: Wir sind ganz gespannt was die weitere Zukunft der Laborlandschaften an der HSRW mit sich bringt.

00:24:08: Alles Gute für euch!

00:24:09: Danke dir!

00:24:10: Danke schön!

00:24:12: Das war eine Folge

00:24:13: von How to Hochschulen

00:24:14: dem Podcast der HochSchule Rheinwahl in unserer Reihe rund um Veränderung.

00:24:19: Ich hoffe,

00:24:19: ihr konntet neue Perspektiven entdecken und Impulse für einen positiven Wandel mitnehmen.

00:24:24: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert gerne den Podcast und teilt ihn mit anderen!

00:24:29: Vielen Dank fürs Zuhören.

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